Frühling hat es weiterhin schwer – gibt es Hoffnungsschimmer?

Der April war bisher einer der kältesten die Aufgezeichnet wurden und wird auch wohl in der letzten Dekade zu kalt ausfallen. Die Großwetterlage über Europa ist sehr stabil. Immer wieder baut sich nördlich von uns Hochdruck auf, der oft selbst den Atlantik total blockiert. Warme oder gar heiße Luftmassen haben so nicht den hauch einer Chance, sich bei uns durch zu setzen. Werfen wir mal ein Blick auf die aktuellen Modelle bis in die Mittelfrist.

Grafikquelle: Wetterzentrale.de

Ich hab mich hier mal an dem Beispiel von Osnabrück bedient, stellvertretend für den ganzen Nordwesten, Ihr sehr hier die Luftmassentemperatur in etwa 1500 Metern. Zur Orientierung: Die rote Linie zeigt das Mittel der Jahre 1981-2010 an. Die anderen Linien zeigen verschiedene Modellläufe des amerikanischen Modells an, welches in 30 Einzelläufen gesplittet wird. Zu sehen ist eine dicke grüne Linie, das ist der Hauptlauf, der mit den meisten Daten gefüttert wird, alle anderen dünnen bunten Linien bekommen leicht abgeänderte Daten zur Einschätzung der Wetterlage. Unten, als Zacken zu sehen sind die Niederschläge, die ihr mithilfe der rechten Skala ablesen könnt. Oben könnt ihr die Luftmassentemperatur in 1500 Metern höhe sehen, zugehörig ist die Skala an der linken Seite. Den dazugehörigen Zeitstrahl sehr ihr unten.

Die wichtigsten Ereignisse, die in den kommenden 2 Wochen beim Wetter interessant werden könnten, hab ich euch mal eingezeichnet und Nummeriert, damit ihr eine bessere Übersicht habt. Ihr seht schon, die weiße Linie, die ja den Durchschnitt der Temperaturen zeigt (Sie mittelt quasi alle Einzelberechnungen) liegt immer unter der roten Linie, was drauf hindeutet das wir mit unterdurchschnittlich temperiertem Wetter rechnen müssen. Das wird sich wohl auch insgesamt bis in dem Mai halten können.

  1. Wir sehen, das die kommenden Tage kühl bleiben werden. So richtig Frühlingsgefühle werden da noch nicht aufkommen, weil von Norden her kühle Luft einfließt. So muss in den Nächten bis einschließlich zum kommenden Wochenende weiterhin mit Nachtfrost gerechnet werden, besonders wenn es Nachts längere Zeit aufklart. Erst zum Start in die neue Woche wird es wohl wieder zögerlich ein wenig milder, die ganz großen Sprünge werden das aber nicht werden. Die 20-Grad-Marke wird wohl weiter nur schwer erreichbar bleiben.
  2. Da wir bis etwa Mitte kommender Woche unter Hochdruckeinfluss bleiben, sind Niederschläge in dieser Zeit rar gesät. Ein paar Schauer können sich zwar bilden, aber es werden nicht alle davon profitieren. Besonders in den Mittelgebirgen wird es wohl mal öfter nass. Das Flachland wird meist in die Röhre gucken. Zudem drohen wir wieder, allgemein zu wenig Regen zu bekommen. Die Natur wird in den kommenden Wochen viel Wasser gebrauchen, da die meisten Pflanzen jetzt kräftig wachsen wollen.
  3. Mitte kommender Woche könnte sich eine kurze, etwas mildere Wetterlage einstellen. Unter Hochdruck könnte das für ein paar warme und trockene Tage reichen. Viel mehr wie 20 Grad scheinen da aber (noch) nicht machbar.
  4. Zum Monatswechsel droht uns dann schon wieder der Nächste Kälterückschlag. Viele Läufe sehen kalte Temperaturen und insgesamt dürfte es sehr wechselhaft sein. Kaltluft hat, jetzt im fortgeschrittenem Frühling die Eigenschaft, viele Schauer zu produzieren. Sollte es so kommen, müssen wir uns wieder auf Aprilwetter mit Graupelschauern und einzelnen Gewittern einstellen.
  5. Der Hoffnungsschimmer: Zu Anfang Mai wagen sich einzelne Berechnungen doch mal wieder in ungewohnte Höhen. Eine sehr unsichere Geschichte, aber durchaus möglich. Mit einer Luftmassentemperatur von knapp 15 Grad sind mit viel Sonne locker schon 30 Grad und mehr möglich. Das werden wir natürlich weiterhin beobachten.
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